Herzlich willkommen auf meiner (immer noch relativ neuen) Website!

Ich würde mich freuen, wenn es für Sie hier und da vielleicht ein paar gute Anregungen beim Reinschauen gibt!

Die heutige Losung

Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage sollst du ruhen.

2. Mose 34,21

Hab acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken!

1. Timotheus 4,16

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
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Ich ziehe deshalb den Herbst dem Frühjahr vor, weil das Auge im Herbst den Himmel, im Frühjahr aber die Erde sucht.
(Sören Kierkegaard)

Mit den Psalmen der Bibel ist es wie mit dem Brot. Über Brot kann man diskutieren, man kann es analysieren, chemisch in seine Bestandteile auflösen …, doch nur dem, der das Brot isst, gibt und stärkt es das Leben. Wer die Psalmen betend „in sich hineinspricht“ (Ps 1,1), wer mit ihnen „aus den Tiefen schreit“ (Ps 130,1) und wer mit ihnen staunend-dankend aufschaut zu IHM, „der in der Höhe thront und sich hinabwendet in die Tiefe, um den Schwachen aus dem Schmutz zu erhöhen“ (Ps 113,6f.) – der wird erfahren, dass „der Mensch von allem lebt, was der Mund Gottes ausspricht“ (Dtn 8,3), nämlich dass er lebt vom Brot und vom Wort, die Gott gibt.

(Erich Zenger – Aus dem Seminar „Psalmen (neu) entdecken“ der Selbitzer Sommer Akademie, das Sr. Manuela und ich im August gehalten haben. – Bild: günther gumhold / pixelio.de)

Heute habe ich nichts gemacht.
Aber viele Dinge geschahen in mir.

Vögel, die es nicht gibt,
fanden ihr Nest.
Schatten, die womöglich da sind,
erreichten ihre Körper.
Worte, die existieren,
erlangten ihre Stille wieder.

Nichts zu tun
rettet manchmal das Gleichgewicht der Welt,
indem es erreicht, dass auch etwas Gewicht hat
auf der leeren Schale der Waage.

(Roberto Juarroz)

Der Meister bemerkte einen Schüler, der traurig und bedrückt zu sein schien. Er ging zu ihm hin, setzte sich neben ihn und sagte: „Schau auf diesen großen Felsbrocken. Ist er nun in deinem Geist oder außerhalb deines Geistes?“
„Wie du uns gelehrt hast, ist alles, was wir sehen und fühlen, eine Projektion des Geistes. Darum wird auch der Fels in meinem Geist sein.“
„Ist es nicht außerordentlich belastend, einen so schweren Stein mit sich herumzuschleppen?“ fragte der Meister.

Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde … Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.

(Pred 3,1.11)

(Diese drei Texte sind eine kleine Auswahl aus dem Vortrag „Alles hat seine Zeit ?! – Erfahrungen mit der Zeit und die biblische Zeitkultur“, den ich im August in Bad Steben gehalten habe.)

„Der HERR, dein Gott, führt dich in ein gutes Land, ein Land, darin Bäche und Quellen sind und Wasser in der Tiefe, die aus den Bergen und in den Auen fließen“ (Dtn 8,7). Jesus: „Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen“ (Joh 7,38).